Geistliche Begleitung
Worum geht es und was bedeutet empathisch zuhören?
Geistliche Begleitung
Worum geht es und was bedeutet empathisch zuhören?
Was bedeutet geistliche Begleitung?
Worum geht es bei geistlicher Begleitung?
- mit einem Bruder/einer Schwester, die ein klein wenig mehr Erfahrung hat, unterwegs zu sein bzw. sprechen zu können.
- Als Begleiter/Begleiterin gehe ich an der Seite der anderen Person, folge ihrem Tempo, greife das auf, was die Person sagt. Ich versuche nicht, eigene Themen einzubringen.
- Bei der geistlichen Begleitung kann es um alles gehen, was mit dem Glauben und dem Leben zu tun hat. Auch wenn wir als Begleiter:in den Gottesbezug immer mitdenken, kann alles Thema sein, was die begleitete Person gerade beschäftigt.
- Geistliche Begleitung ist nicht Beratung, Coaching oder Therapie, sondern will einen Raum bieten, in dem die begleitete Person mehr in Kontakt kommen kann mit sich selbst und mit Gott.
- In der geistlichen Begleitung kann die begleitete Person mit ihren Freuden, Fragen, Problemen und Schwierigkeiten und mit all ihren Gefühlen da sein, ohne dass sofort nach einer Lösung gesucht werden muss.
Was bedeutet empathisch zuhören?
Geistliche Begleitung als Resonanzraum.
Es geht darum, dass die begleitete Person mehr mit sich selbst, das heißt mit Gefühlen/Bedürfnissen/Sehnsucht/Ängsten etc. in Kontakt kommt.
- Alles, was dafür hilfreich ist, ist gut; alles, was davon wegführt, sollte besser vermieden werden.
- Ich muss als Begleiterin die andere Person bzw. ihre Geschichte nicht ganz verstanden haben, um gut begleiten zu können – nur so viel, wie hilfreich ist, um der anderen Person zu helfen, mehr mit sich in Kontakt zu kommen à ich muss nicht verstehen, sondern Verständnis haben.
- Empathie kann sich durch kleine Gesten oder Bemerkungen ausdrücken.
- Der Filter für Fragen ist: Dient diese Frage mir (weil ich das interessant finde, meine Neugier befriedige etc.) oder dient sie der anderen Person (damit sie etwas entdecken kann, was sie so vielleicht noch nicht vollständig gesehen hat)? Wenn sie mir dient, besser bleiben lassen!
- Nur Mut zum Spiegeln! Am besten in Form von Fragen anbieten: Kann es sein, dass du dich … fühlst? Oder: Das klingt anstrengend/hart/frustrierend/erleichternd etc.
- Keine Angst vor falschen Vermutungen. Meist korrigiert das Gegenüber, ohne sich irritiert zu fühlen. Kann sogar der hilfreich sein, um der Sache besser auf die Spur zu kommen.
